„das Trauern gehört allen“

 
Am 21. Juli 2017 fand der bundesweite Drogentotengedenktag statt.  
 
Unter dem Motto „Das Trauern gehört allen“ fand diesmal der Aktionstag der Drogenhilfe Schwaben in Augsburg statt.
 
Es nahmen ca. 200 Menschen an der Aktion „Menschenkette“ zum Gedenken an die im Großraum Augsburg Verstorbenen teil.
Dies waren im Jahr 2016 37 Personen (Steigerung um 37 % im Vergleich zum Vorjahr) und bis Mai 2017 10 Personen.
 
Diese Menschen sterben oft allein - ohne eingebettet zu sein in familiäre Kontakte.
Und nach langer Zeit der gesellschaftlichen Ausgrenzung …..
 
Sucht oder Abhängigkeit ist eine Krankheit (Statuten der WHO).
Laut Gesetz steht jedem kranken Menschen jederzeit und überall eine entsprechende Behandlung und Hilfe zu.
Im Fall der Abhängigkeitserkrankung von illegalen Drogen ist bei vielen diese „Sichtweise und die Akzeptanz“ nicht gegeben.
 
Das Leben der Menschen, die illegale Drogen konsumieren, ist von Stigmatisierung und Ausgrenzung geprägt.
 
Unsere Haltung – die Haltung der Drogenhilfe insgesamt – ist jedoch die der Inklusion.
Wir sehen es als unsere Aufgabe für die Betroffenen die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben voranzutreiben.
  
Die Menschenkette, die vom Königsplatz zum Informationsstand der Drogenhilfe im Annahof gebildet wurde, sollte das Leben symbolisieren.
Und indem die Teilnehmer die Steine mit den Namen der Verstorbenen „von Mensch zu Mensch“ weiterreichten, soll die Erinnerung an sie lebendig gehalten werden.
 
Weil auch diese Menschen gerne gelebt, gelacht und geweint haben, liebten und von anderen geliebt wurden.
 
      
   
                                                     
                 
 
  
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